Sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte (SRGR) sind Menschenrechte. Sie haben eine Schüsselfunktion für nachhaltige Entwicklung. Doch in der Praxis bleiben sie oft ein Randthema.
Wie lassen sich SRGR in der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe verankern?
Der Workshop führt zunächst in Grundlagen und Zusammenhänge von SRGR, Geschlechtergerechtigkeit und Entwicklung ein. Anhand von Good Practice Beispielen aus Ghana, Äthiopien, Uganda und Mosambik werden Herausforderungen und Lösungsansätze für die praktische Umsetzung diskutiert. Expert*innen berichten, wie tabuisierte Themen wie Menstruationshygiene, sexuelle Bildung und Gewaltprävention in die Projektarbeit integriert werden können – etwa durch Girls Clubs und Safe Spaces, niedrigschwellige Werkzeuge wie Kartens-Sets, Geschlechternormen als SRGR-Thema, bis hin zur Integration von SRGR in die berufliche Bildung junger Frauen und Männer im Kontext von Konflikt und humanitärer Krise.
Zielsetzung des Workshops ist es, von Good Practice Beispielen aus diversen Ländern Afrikas zu lernen. Die Teilnehmenden erhalten neue Ideen, wie einzelne SRGR-Themen aufgegriffen und auch in einem widerständigen Umfeld „entry points“ geschaffen werden können. Im Austausch werden Maßnahmen und Strategien für die strukturelle Verankerung von SRGR diskutiert. Der Workshop richtet sich an Fachkräfte und Projektmitarbeiterinnen, die in der Entwicklungszusammenarbeit und Humanitären Hilfe tätig sind sowie an SRGR-Interessierte.
Anmeldung bitte unter diesem Link bis 12. Oktober 2026
Expertinnen
Cornelia Issahaque ist Vorstandsmitglied bei BRAVEAURORA. Die Organisation setzt in Ghana Girls Clubs um, in denen Mädchen und junge Frauen ungestört und selbstbestimmt über ihre Körper und ihre Bedürfnisse sprechen können.
Jennifer Pitter-López ist Senior Expertin für Gender und Klima bei Licht für die Welt und setzt sich für sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte für Menschen mit Behindertung ein.
Zsuzsanna Réka Fodor leitet für Jugend Eine Welt ein Projekt das SRGR als Querschnittsaspekt integriert und damit geschlechtergerechten Zugang zu Berufsbildung und Beschäftigungsmöglichkeiten in der Region Tigray in Äthiopien fördert.
Einführung
Nadja Schuster ist Expertin für Gender und Sexuelle und Reproduktive Gesundheit und Rechte (SRGR) beim Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation (VIDC) und koordiniert eine bundesweite, feministische Arbeitsgruppe zu SRGR.
Janine Wurzer ist seit 2016 Ko-Koordinatorin von WIDE, entwicklungspolitisches Netzwerk für Frauenrechte und feministische Perspektiven. Sie war in mehreren entwicklungspolitischen Organisationen tätig, insbesondere in den Bereichen Empowerment und psychosoziale Gesundheit & Wohlbefinden von Frauen und Mädchen.
Evdokiia Romanova (Dunia) ist Ko-Koordinatorin von WIDE, entwicklungspolitisches Netzwerk für Frauenrechte und feministische Perspektiven. Ihr Fokus liegt auf globaler sozialer Gerechtigkeit und Menschenrechten, insbesondere sexuelle und reproduktive Rechte sowie feministische Diaspora-Communities.
Moderation
Birgit Mayerhofer ist Consultant bei trans:verse OG und unterstützt Organisationen in der internationalen Arbeit dabei, Geschlechtergerechtigkeit und SRGR in Projektplanung und -umsetzung zu verankern.

