Solidarität mit Rojava!

Veröffentlicht am: 29. Jänner 2026|Stellungnahme, Publikation|Themen: |

(29.1.2026) WIDE unterstützt einen Solidaritätsaufruf mit Rojava – der autonomen kurdischen Region in Syrien -, der von Frauen- und LGBTI+-Organisationen in der Türkei initiiert wurde, als Reaktion auf die anhaltenden Angriffe auf Zivilist*innen in Syrien.

 

Die Angriffe, die am 6. Januar 2026 in der Stadt Aleppo begannen und sich bis nach Rojava ausgebreitet haben, haben zu schweren Menschenrechtsverletzungen gegen Zivilist*innen geführt. In Gebieten, die unter der Kontrolle jihadistischer bewaffneter Gruppen stehen, zeigen die Zunahme von Zwangsvertreibungen, willkürlichen Verhaftungen, Folter und Hinrichtungen sowie die steigende Zahl von Fällen sexueller Belästigung und Gewalt gegen Frauen erneut den geschlechtsspezifischen Charakter von Gewalt in Kriegszeiten.

 

Feministische und LGBTI+-Organisationen in der Türkei sind auf die Straße gegangen und haben in öffentlichen Räumen ihre Stimme gegen diese Angriffe erhoben; sie haben ihre grenzüberschreitende Solidarität mit denjenigen gestärkt, die das Leben in Rojava und in anderen Teilen Syriens verteidigen.

 

Die türkische Fraueninitiative „I Need Peace“ hat einen Aufruf verfasst und ruft alle Organisationen dazu auf, sich solidarisch für ein säkulares, demokratisches, friedliches und pluralistisches Syrien einzusetzen, das das Recht auf Leben aller Zivilist*innen in den Mittelpunkt stellt.

 

Zum Aufruf „230 Kadın ve LGBTİ+ örgütünden Rojava için imza: Rojava’yla dayanışmak eşit ve özgür bir geleceğe sahip çıkmaktır! – Barışa İhtiyacım Var“

– abrufbar auf Türkisch, Kurdisch, Englisch, Französisch und Spanisch
(nach der Fassung auf Türkisch für die anderen Sprachen hinunterscrollen)

 

Siehe auch:

FEMENA (27.1.2026): A Call to Women’s and LGBT Organizations: We do not accept the jihadism imposed upon us by imperialists, solidarity with Rojava is the only way to a free and equal future!

 

Interview mit Rosa Burç zur kurdischen Autonomie, in der Schweizer Zeitschrift WOZ vom 29.1.2026, „Rojava ist nicht gescheitert“

 

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