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Finanz- und Wirtschaftskrise

Veröffentlicht am: 27. April 2009|Publikation, Stellungnahme|Themen: |

Aufruf zu strukturellen, nachhaltigen, gendergerechten und rechtsbasierten Antworten auf die globale Finanz- und Wirtschaftskrise

Autorinnen: Women´s Working Group on Financing for Development
Übersetzung ins Deutsche: WIDE
Erscheinungsdatum: 2009

Die jüngste Entscheidung der G20, die Ressourcen des Internationalen Währungsfonds (IWF) neu aufzufüllen, ist ein schwerer Fehler, weil so die verfehlte neoliberale Wirtschaftspolitik weitergeführt wird, strukturelle Ungleichheiten vertieft und die Verschuldung der Entwicklungsländer vergrößert werden wird. Dieses Wirtschaftsmodell beruht auf Überproduktion und Überkonsum und nimmt keine Rücksicht auf die soziale Reproduktion und die nachhaltige Nutzung der globalen Ressourcen; es basiert auf dem Handeln einiger weniger Akteure unter Ausschluss der großen Mehrheit.

Wir brauchen einen alternativen partizipativen Prozess, der nicht bei den internationalen Finanzinstitutionen, welche die Verursacher der Krise sind, sondern bei den Vereinten Nationen angesiedelt ist. Die UNO ist die einzige Plattform für einen wirklichen globalen Dialog und für eine verantwortungsvolle Steuerung des Umgangs mit den globalen gesellschaftlichen Gütern, da in ihr die Frauen- und Menschenrechte verankert sind und jedes Land – unabhängig von seiner Größe – eine Stimme hat.

Nur eine partizipatorische Herangehensweise ermöglicht es, Lösungen zu finden, mit denen Doppelstandards abgeschafft werden und die gravierende und unmoralische Ungleichverteilung von Ressourcen einerseits und unverhältnismäßige Belastungen andererseits überwunden werden können. Wir rufen die Regierungsspitzen aller Länder auf, sich bei der High Level Conference (HCL) der UNO zur Globalen Finanz- und Wirtschaftskrise und ihren Auswirkungen auf die Entwicklung konstruktiv und engagiert einzubringen und für effektive Follow-Up-Mechanismen zu sorgen.

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