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WIDE-Update: Gender, bewaffnete Konflikte und Friedensinitiativen

Veröffentlicht am: 4. Juli 2022|Allgemein, Newsletter: WIDE Update, Publikation|

Gender, bewaffnete Konflikte und Friedensinitiativen

WIDE-Update 3/2022: Gender, bewaffnete Konflikte und Friedensinitiativen (pdf)

 

Der Überfall Russlands auf Ukraine hat die (europäische) Welt zu Jahresbeginn und bis heute schockiert. Die Folgen dieses Aggressionskriegs sind global spürbar – und wie immer treffen krisenhafte Entwicklungen bereits benachteiligte Bevölkerungsschichten am härtesten, darunter die durch andere bewaffnete Konflikte, Repression und Kriege vertriebenen Menschen in verschiedensten Regionen des Globalen Südens.

 

Einigen dieser unbeachteten und vergessenen Konflikte widmen wir uns in diesem Update zu Beginn, mit Blick auf die spezifische Betroffenheit von Frauen* und Mädchen* in Jemen, Mozambique, Afghanistan und Myanmar.

 

Es folgt eine Auseinandersetzung mit der Situation in (der) Ukraine, wobei skizziert wird, was es braucht, damit humanitäre Hilfe möglichst gendergerecht geleistet wird. Ein Bericht über eine in Wien abgehaltene Konferenz des Global Network of Women Peacebuilders lässt einige ukrainische Frauen* bezüglich der von ihnen erlebten Kriegsrealität und ihrer Forderungen zur Sprache kommen.
Feministische Positionierungen in Europa sind kontrovers, was die Unterstützung von Ukraine in Form von Waffenlieferungen betrifft – auch dazu gibt es einen Beitrag mit weiterführenden Links.

Weil jeder Krieg die gesellschaftlichen Normen des Miteinanders völlig außer Kraft setzt, wurde im Rahmen der Vereinten Nationen das humanitäre Völkerrecht erarbeitet, um Kriege einzudämmen, Zivilist*innen zu schützen, und einen Rechtsrahmen für die Strafverfolgung von Kriegsverbrechen zu etablieren. Seit 2000 existiert ein Rahmenwerk zur spezifischen Berücksichtigung von Frauen* in allen Phasen von bewaffneten Konflikten – die sogenannte „Women, Peace and Security Agenda“. Welche Kraft hat diese Agenda; in welchen Momenten kann sie zur Anwendung kommen? Es gibt dazu Analyse-Instrumente, von denen mehrere präsentiert werden.

Weiters werden Frauen*-Friedens-Initiativen aus unterschiedlichen (auch historischen) Konflikt-Kontexten vorgestellt: Palästina/Israel, Kolumbien und Guatemala, sowie während des Ersten Weltkriegs.

Am Ende finden sich Buchbesprechungen sowie Links auf Videos und einen Podcast, in denen feministische Friedensaktivist*innen zum Thema Gender, Militarismus und Frieden sprechen.

 

Zum WIDE-Update (pdf):

WIDE-Update 3/2022: Gender, bewaffnete Konflikte und Friedensinitiativen

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