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Finanzbildung soll weiblicher werden

Veröffentlicht am: 14. Juni 2021|Meinung, Publikation|Themen: , |

Kommentar von Traude Novy

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Am 25. Mai war im Kurier in der Serie Finanzwissen, einer Kooperation mit dem Bundesministerium für Finanzen, zu lesen, dass das Thema Altersarmut von Frauen auf deren mangelndes Finanzwissen zurückzuführen ist. Da wird einiges ordentlich durcheinandergebracht. Es wird zwar sehr richtig angeführt, dass die Ehe als Altersvorsorge ausgedient hat und dass die Errungenschaften von Teilzeitarbeit und Karenzzeiten dazu führen, dass trotz durchgängiger Berufstätigkeit von Frauen, ihr daraus resultierendes niedrigeres Einkommen zu einer geringen Pension und zu Altersarmut führen. Wie eine bessere finanzielle Bildung von Frauen allerdings daran etwas ändern soll, ist aber nicht wirklich schlüssig nachvollziehbar.

Denn wenn man nichts zu veranlagen hat, hilft auch das beste Finanzwissen nichts. Solange die unbezahlte Versorgungs- und Sorgearbeit noch immer vorwiegend Frauenarbeit ist, wird sich an den unterschiedlichen Einkommensverhältnissen nichts ändern.

 

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Zur Autorin:Traude Novy ist Erwachsenenbildnerin, seit vielen Jahren in der Katholischen Frauenbewegung und WIDE (Entwicklungspolitisches Netzwerk für Frauenrechte und feministische Perspektiven) engagiert und aktuell Obfrau des Vereins JOAN ROBINSON (Verein zur Förderung frauengerechter Verteilung ökonomischen Wissens).

 

Unterstützt von der Arbeitsgruppe Frauen der Armutskonferenz, Verein JOAN ROBINSON und Arbeitsgruppe Frauen und Wirtschaft von WIDE

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