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Internationale Konferenz von WIDE+ und EWL

Veröffentlicht am: 20. Dezember 2016|Publikation, Stellungnahme|Themen: , |

Abschlusserklärung der Konferenz (deutsche Fassung)

“Movements, Borders, Rights? Feminist Perspectives on Global Issues in Europe“
24.-25. Oktober 2016 – Brüssel / Belgien

 

In der aktuellen Vielfachkrise muss der Feminismus politischer werden. Das ist die Hauptbotschaft der internationalen Konferenz „Movements, Borders, Rights? Feminist Perspectives on Global Issues in Europe”, die ein Forum für kritische Analysen, feministische Antworten und Diskussionen über Strategien  zur  Bewältigung  der  aktuellen  Problemkomplexe  im  Zusammenhang  von  Politik, Menschenrechten und Migration bot. Zentrale Trends der momentanen Situation in Europa sind:

1) Der  politische  Backlash,  der  mit  dem  Vormarsch  von  Autoritarismus,  Rechtspopulismus  und Rassismus einhergeht und stark antifeministische Züge trägt;

2) die Finanzkrise mit Grexit und Brexit  als  Szenarien, die die ungewissen Wirtschaftsaussichten der EU anzeigen;

und 3) die Bewegungen  von  Geflüchteten  und  Migrant_nnen,  die  aufgrund  unzureichender  politischer Reaktionen eine humanitäre Krise ausgelöst haben.

Die gegenwärtig in vielen Gesellschaften zu beobachtende  Polarisierung  sowie  die  neuen  regionalen  und  globalen  Machtkonstellationen erhöhen den Druck auf demokratische und zivilgesellschaftliche Handlungsspielräume wie auch auf soziale Gerechtigkeit, Bürger- und Frauenrechte und das (Über-)Leben der Geflüchteten. Wenn feministische  Perspektiven relevant sein wollen, müssen sie repolitisiert  werden. Genderaktivist_innen, Expert_innen und Wissenschaftler_innen verschiedener Generationen aus 31 Ländern vertieften ihr Wissen über die aktuelle Situation durch einen internationalen Austausch zwischen Partner_innen  aus  West-  und  Osteuropa  und  dem  globalen  Süden.

Abschlusserklärung (auf Deutsch) – pdf

Abschlusserklärung (Englisch) – pdf

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