Bioökonomie als Motor für grünes Wachstum
Feministische Kritik und Gegenentwürfe zur Green Economy
Von Christa Wichterich
(18.1.2018) Bioökonomie lautet die jüngste Zauberformel, um die Wachstumsschwäche der Wirtschaft, aber auch Umweltprobleme wie Klimawandel, Energiekrise und globale Ressourcenknappheit in den Griff zu bekommen.
Nachlese: Marshall-Pläne, Megaprojekte und die Care-Ökonomie
Verschärfte Globalisierung. Was jetzt?
Von Pia Hecher
Auf Einladung von WIDE hielt Christa Wichterich am 5.12.2017 einen Vortrag über Care-Ökonomie, Mega-Projekte und einen Marshall-Plan für Afrika. Als Moderatorin des Abends fungierte WIDE-Obfrau Edith Schnitzer.
Christa Wichterich erklärte zunächst, dass wir uns in einer Phase verschärfter oder intensivierter Globalisierung befinden, die von einer extraktivistischen, produktivistischen und wachstumsbesessenen Logik angetrieben wird.
Nachlese: Wird Klimaschutz weltweit abgewählt?
Umweltschutz und Menschenrechte unter Beschuss
Von Pia Hecher
Gemeinsam mit der Dreikönigsaktion, dem Hilfswerk der Katholischen Jungschar, veranstaltete WIDE am 20. November 2017 eine Podiumsdiskussion über nachhaltige Entwicklung und soziale Gerechtigkeit.
In dem von der renommierten ORF-Journalistin Renata Schmidtkunz moderierten Gespräch kamen drei Umweltaktivistinnen mit feministischem Hintergrund aus drei Kontinenten zu Wort: Moema Miranda, Donna Andrews und Tessa Khan. Das Gespräch entwickelte sich dank der anregenden Moderation von Renata Schmidtkunz sehr schnell zu einer inspirierenden Reflexion über elementare Fragen zu Umwelt und Entwicklung.
Methoden für die Erwachsenenbildung
Im Rahmen des Projekts: „Austria care-free? Österreich sorge(n)-frei? Wie ist die Versorgung durch qualitativ hohe Care-/Sorge-Arbeit gewährleistet? Für die, die sie leisten, und für die, die sie in Anspruch nehmen!“, gefördert durch die österreichische Gesellschaft für politische Bildung, wurden 26 MultiplikatorInnen in der Erwachsenenbildung zum Thema Feministische Care-Ökonomie sensibilisiert. Mitglieder des Vereins JOAN ROBINSON, des Instituts für institutionelle und heterodoxe Ökonomie und von WIDE haben dafür eine Reihe von Methoden entwickelt, die hier zur Verfügung gestellt werden.
Methodensammlung zum Thema Feministische Care-Ökonomie: pdf
gefördert durch:
Gewalt gegen Frauen ist auch Folge europäischer Abschottungspolitik
WIDE fordert Engagement für menschliche Sicherheit und Bekämpfung der Ursachen von erzwungener Migration
(Wien, 24.10.2017) Das entwicklungspolitische Netzwerk WIDE fordert den Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten und Sieger der jüngsten Nationalratswahl, Sebastian Kurz von der Neuen Volkspartei auf, sich in den Regierungsverhandlungen sowie in der kommenden Legislaturperiode für die Wahrung der Menschenrechte und Schaffung von Perspektiven für schutzbedürftige Menschen auf der Flucht einzusetzen und sich in der Bekämpfung von Fluchtursachen zu engagieren. Besonderes Augenmerk sollte dabei auf die Situation von Mädchen und Frauen gerichtet werden, die von Gewalt in verschiedenen Formen betroffen sind.
Equal Pay Day: Frauen brauchen existenzsichernde Löhne
WIDE fordert Bekämpfung globaler Ungleichheit
(Wien, 12.10.2017) Die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen klafft weiterhin auseinander. Die Statistik zeigt: Frauen arbeiten in Österreich im Jahr 2017 80 Tage unbezahlt. Denn könnten Frauen für die gleiche Leistung denselben Lohn wie Männern beanspruchen, würden sie 80 Tage weniger in ihren Berufen arbeiten als sie es tatsächlich tun.
Handbuch (2) Feministische Care-Ökonomie – Onlineversion
Der Verein JOAN ROBINSON, das Institut für Institutionelle und Heterodoxe Ökonomie und WIDE haben ein weiteres Handbuch herausgegeben: „Wirtschaft anders denken. Feministische Care-Ökonomie: Theorie und Methoden“. Die Autorinnen Ursula Dullnig, Luise Gubitzer, Eva Klawatch-Treitl, Birgit Mbwisi-Henökl, Milena Müller und Traude Novy besprechen den zivilisatorischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Wert und Beitrag der Care-Ökonomie.
Das Handbuch ist als download Feministische Care-Ökonomie – WIDE HB 2016 verfügbar oder als kann als Printversion bei WIDE um EUR 12.- ; bestellen unter: office@wide-netzwerk.at
Handbuch (1) Feministische Wirtschaftalphabetisierung – Onlineversion
Das erste Handbuch der WIDE Arbeitsgruppe JOAN ROBINSON – zur Förderung frauenrechter Verteilung ökonomischen Wissens (veröffentlicht 2010) ist als download verfügbar: Feministische Wirtschaftsalphabetisierung_Verein JR_WIDE_2009
Das Handbuch ist ein „Klassiker“ der feministischen Erwachsenenbildung. Wie kann Wirtschaft anders – aus einer feministischen Perspektive – gedacht werden? Univ.Prof. i.R. Dr.in Luise Gubitzer hat dafür eine Analyseinstrument entwickelt, das im Handbuch vorgestellt wird und weite Verbreitung gefunden hat: Das „5-Sektorenmodell der Gesamtwirtschaft“.
In dem Handbuch findet sich:
Eine Einleitung, die erklärt, mit welchen Perspektiven im Handbuch Wirtschaft analysiert wird.
Ein Kapitel, das die gängige, androzentrische Theoriegeschichte aufarbeitet.
Ein Kapitel zum erweiterte Ökonomieverständnis, das sich die „neuen“ Perspektiven ergibt: […]
Flüchtlinge und Care-Arbeit – Potentiale und Handlungsspielräume
(Juni 2017) Anlässlich des „Internationalen Tags des Flüchtlings“ trat die Katholische Frauenbewegung Österreichs in einer Presseaussendung für einen Perspektivenwechsel in der aktuellen Debatte um Flüchtlinge ein.
„Menschen, die wegen Krieg und Krisen ihre Heimat verlassen mussten, sind nicht nur eine Aufgabe für die Aufnahmeländer, sie sind auch ein enormes Potential, das es wahrzunehmen und dessen Entfaltung es zu fördern gilt“, so Veronika Pernsteiner, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs. In erster Linie sei das Aufgabe des Staates, so Pernsteiner, die auf das überwiegend von Frauen getragene, nach wie vor große ehrenamtliche Engagement in der Flüchtlingsbetreuung hinweist.
GADN: Making trade work for gender equality
(July 2017) With Agenda 2030, governments have pledged to advance gender equality and empower women and girls.
At the same time, they have committed to strengthening international trade and using it as a means to finance the Sustainable Development Goals (SDGs) in a way that is consistent with existing commitments, including those on women´s rights, and that respects each country´s right to implement policies for sustanaible development.
How to transform EU trade policy to protect women’s rights
WIDE+ Gender and Trade 2017 Position Paper
(30.6.2017) This paper critically examines contemporary European Union (EU) trade policy from a feminist perspective.
It argues that current EU external trade policy is fundamentally harmful to the human rights of women, men and children and to the preservation of our planet.
Its neoliberal core makes livelihoods more precarious, enhances inequalities, fosters financialisation of the economy, reduces access to medicines, undermines food sovereignty, and threatens environmental sustainability.
Gender in den EU-Handelsabkommen
Positionspapier des europäischen WIDE+ Netzwerks
„How to transform EU trade policy to protect women’s rights. WIDE+ Gender and Trade 2017 Position Paper” (June 2017)
Nachlese: Feministische Strategien gegen Neoliberalismus und Nationalismus
Veranstaltung und Aktionsworkshop am 15./16.5.2017
Am 15. Mai 2017 präsentierten und diskutierten Birgit Sauer, Kate Lappin und Virginia López auf Einladung von VIDC und WIDE feministische Strategien gegen Neoliberalismus und Nationalismus in der Galerie WestLicht.
Wie feministisch sind die „Nachhaltigkeitsziele“?
von Eva Lachkovics
(14.6.2017) Warum aus feministischer Perspektive gängige Lösungsansätze das Problem verursachen und auch die Sustainable Development Goals (SDGs) nur unzureichend zu Geschlechtergerechtigkeit beitragen, analysiert Eva Lachkovics (WIDE) in einem zweiteiligen Artikel für das Paulo Freire Zentrum.
Zum Artikel: www.pfz.at/article1915.htm
Kompromittierte Agenda für Entwicklungspolitik
Gender und der neue EU-Konsens zu Entwicklung
WIDE-Presseaussendung
(Wien, 30.5.2017) Am 31.5. wird das EU-Parlament voraussichtlich ein neues Grundsatzpapier beschließen, das Frauenrechten und Geschlechtergleichstellung einen hohen Stellenwert in der EU-Entwicklungspolitik einräumt.